Die letzten Vasallen derer von Bieberstein

Die letzten Vasallen von Bieberstein trafen sich im Juni 2013 erstmalig in der
Erlebnisgaststätte Manitu in Forst um die Idee, die im Vorfeld mit den "Pfitzmännern",
den Betreibern des Manitus, schon mit dem Vater des Gedanken Aimo Bartel
besprochen wurde, zu konkretisieren und über die Machbarkeit abzustimmen.
An dieser ersten Runde nahmen damals 8 Mittelalter Interessierte teil. Einstimmig wurde festgestellt das Forst eine große Historie hat, die sich von der fast 300 jährigen Herrschaft der Biebersteiner über die Herzogin Luise Elisabeth von Sachsen Merseburg bis hin zu Graf Heinrich von Brühl zieht. Nicht zu vergessen den Ritter Nickel von Rothe aus dem Mückenhein bei Eulo / Mulknitz. Leider gibt es recht wenige Dokumente und Nachweise zu diesen großen Zeiten die die Entwicklung und das Leben zu diesen Zeiten nachweisen. Auch wurden die Möglichkeiten einer Darstellung dieser großen Geschichte mittels einer Open Air Veranstaltung in der Vergangenheit nicht gesehen. Mit diesem Fazit war man sich schnell einig diese
"Herrschaftlichen Zeiten" in Form eines Mittelalterwochenendes für jedermann als traditionelle und Jährlich wiederkehrende Veranstaltung ins Leben zu rufen. Nur musste auch ein Name und ein passender Termin gefunden werden.

Der wahrscheinlich letzte Biebersteiner hieß Johann, dass Sommersonnenwenden Fest hieß und heißt noch heute Johannesfest. Was lag da näher als das Sommersonnenwenden Wochenende als Termin zu nehmen.
Der Begriff Gaudium bedeutet so viel wie: Belustigung, Freude, Gaudi, Spaß, Wonne, Zerstreuung.
Zusammen gesetzt also "Johannes Gaudium", somit hatten wir einen Namen und gibt auch den Geschichtlichen Bezug zum Vorhaben des Mittelalterwochenendes für Jedermann.
Der Zusatz Historien Spectaculum steht für die jährliche Abwechslung in der Ausgestaltung der Veranstaltung. Dies bedeutet, wechselnde Lager und Darstellungen die sich in der Zeit von ca.1150 bis ca.1750 bewegen. Ebenso die wechselnden Händler und Handwerker um immer wieder neu und sehenswert zu sein. Auch betroffen von der Vorgabe sind die wechselnden Programme und vor allem die Musiker, Gaukler und Historischen Darsteller.

Die Bezeichnung "Die letzten Vasallen derer von Bieberstein" der Mitglieder der IG basiert auf dem Hintergrund der langen Herrschaft der Biebersteiner in und um Forst und das diese die Auslöser der Entwicklung und des Aufschwungs der Stadt Forst waren. Um den Organisatoren auch einen historischen Bezug zu geben und das Vorhaben umzusetzen brauchts halt Jünger, Jüngerinnen, Lehns- und Gefolgsmänner aber auch Freie Männer somit Vasallen derer von Bieberstein.
Dieser Name sowie das Wappen der Biebersteiner darf auch offiziell mit der Zustimmung und Beurkundung der heutigen Nachfahren der Biebersteiner getragen werden was uns natürlich sehr stolz macht.

Die Grundlagen waren somit gefunden und gelegt so dass die Vorbereitungen beginnen konnten. Schnell war geklärt, dass die letzten Vasallen derer von Bieberstein eine Interessens Gemeinschaft (IG) des Kulturvereins Manitu e.V. ist, welcher seine Heimstatt auch im Manitu von Forst hat. Somit gab es auch das tolle Gelände zur Durchführung der Veranstaltung.

Mittlerweile stecken wir in den Planungen und Vorbereitungen für das Jahr 2017, wo unter dem Motto "Orient trifft Okzident" die 4. Ausgabe des Johannes Gaudiums am Wochenende 10./11.06. 2017 stattfindet.
Auch hat sich die Truppe weiter vergrößert, die durch neue Mitstreiter und einen Teil der Tänzer von "Rondo Lusatia" unterstütz wird. Die historischen Stadtwache nimmt Formen an die dann zu unseren und andern Veranstaltungen aufmarschierent und das Biebersteiner Lager bekommt Zuwachs durch vorführendes Handwerk

Gehabt Euch wohl
Ruprecht vom Wagenberg
als Burgvogt der Feste Forst im Dienste der letzten Vasallen derer von Bieberstein